Nicht jeder hat das Glück, einen eigenen Garten zu besitzen. Vor allem in der Stadt ist es daher äußerst schwierig, sich die Kräuter, die man mag und häufig braucht, selbst zu ziehen. Für Wildkräuter und Heilpflanzen, wie Giersch oder Huflattich, kann man, wenn die Erntezeit da ist, aufs Land fahren. Mit der Zeit, wird man die besten Stellen mit den würzigsten Kräutern herausfinden. Aber um den heute beliebten Basilikum frisch verwenden zu können oder immer etwas Petersilie parat zu haben, hilft auch ein Ausflug aufs Land nicht.
Viele Stadthäuser, allen voran die neu gebauten und frisch sanierten, sind mit Balkonen ausgestattet. Sollten Sie auch das Glück haben, einen Balkon zu besitzen und sollte dieser noch dazu nicht gerade neben dem viel befahrenen Autobahnzubringer liegen, haben Sie schon die besten Voraussetzungen für einen Mini-Kräutergarten.
Der oben genannte Basilikum sowie Estragon, Rosmarin, Lavendel, Thymian und Salbei mögen es sehr sonnig. Dill, Petersilie, Schnittlauch, Borretsch, Kresse, Kerbel und Pimpinelle vertragen dagegen auch den Schatten recht gut und können ohne Weiteres hinter dem Balkonsichtschutz Platz finden. So schaffen Sie sich nicht nur einen immer frischen Vorrat an Gewürzkräutern, sondern auch eine kleine Hausapotheke. Salbei lindert zum Beispiel das Schwitzen im Sommer und wirkt, wie Thymian, beruhigend auf einen rauen Hals. Und wenn Sie einmal auf den Geschmack gekommen sind: Auf dem Balkon kann man noch viel mehr Gartenarbeit verrichten. So erspart man sich mit einer Wurmkiste die Notwendigkeit, regelmäßig neue Erde kaufen zu müssen. Neben Kräutern gedeihen auch Tomaten gut auf dem Balkon. Und selbst Kartoffeln kann man mit Hilfe von Reissäcken und der richtigen Erdmischung auf dem Balkon ziehen. So hat man schon fast eine komplette Mahlzeit zusammen.
Und eines ist nicht zu vergessen: Gerade in der Stadt sorgt ein üppig bewachsener Balkon auch in der Wohnung für ein angenehmes Klima. Stellen Sie es sich doch nur einmal vor: Nach dem morgendlichen Erwachen öffnen Sie den Faltstore und blicken, statt auf die tristen Häuserwände gegenüber, auf ihr kleines Stück Natur.